Schulobstprojekt rund um Alcalá

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Obwohl in Bolivien eine große Vielfalt an Obst und Gemüse angebaut wird, ernährt sich ein Großteil der Bevölkerung in den außen gelegenen Dörfern sehr einseitig von Reis, Kartoffeln und hin und wieder Fleisch, was sowohl an mangelnden Möglichkeiten (nur bedingt gute Anbaubedingen und weite Transportwege von Obst und Gemüse aus anderen Provinzen), als auch an mangelndem Gesundheitsbewusstsein liegt. Hinzu kommt eine große Auswahl an preisgünstigen Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken selbst in den entlegensten Gemeinden, sodass wir bei unserer Arbeit mit den Kindern immer wieder Konzentrationsmangel und schlechte Zähne feststellen konnten, was sich möglicherweise auf eine Fehlernährung zurückführen lässt.

Aus diesem Grund initiierten, organisierten und finanzierten wir bereits 2011 die Verteilung von Obst in den drei bolivianischen Orten Alcalá, Mulacancha und Garzas Chica. Im Jahr 2014 wurde das Projekt um die Orte Naranjos und Caspic´ancha erweitert, wo ebenfalls alle Schul- und Kindergartenkinder zwei Mal wöchentlich mit einem Obstfrühstück versorgt werden.


Karte von Alcalá  mit den Provinzen, in denen Schulobst verteilt wird.

Das Obst wird in Sucre eingekauft und jedes Wochenende mit dem Bus nach Alcalá transportiert, wo es von den Lehrern und Erziehern abgeholt wird, die für die Verteilung verantwortlich sind.
Die Idee des Projektes besteht darin, neben der Verteilung des Obstes eine Aufklärungskampagne über gesunde Ernährung zu starten sowie Obst  und Gemüse in den Schulen anzubauen.


Diese Kampagne startete bereits im Jahr 2014, in dem in den Orten Alcalá, Garzas Chica und Mulacancha für jedes Kind ein Apfelbaum gepflanzt wurde. Die Schülerinnen und Schüler sind jeweils für das Gießen und die Pflege eines Baumes verantwortlich. Die Ernte der Apfelbäume wird geteilt. Die Kosten für einen Apfelbaum inklusive Transport aus Sucre und Schutzzaun, damit der Baum beispielsweise nicht von Ziegen und Schafen angefressen wird, betragen 5 Euro.

Die Schüler von Mulacancha bei der Pflege ihrer Apfelbäume.

Projektinfos auf einen Blick:
Wöchentliche Kosten für das Schulobst für alle Einrichtungen in den 5 Orten: 70 Euro
Kosten für das Pflanzen eines Apfelbaumes inklusive Transport aus Sucre und Schutzzaun: 5 Euro
Nächste Ziele: Ausweitung der Pflanzaktion auf die Orte Naranjos und C´aspicancha
Langfristige Ziele: Langfristig soll sich das Projekt durch die Obsternte der gepflanzten Bäume selbst tragen

Nikolas und Marieke verteilen Obst in den Kindergärten Alcalá und Lagunillas
Stand: 17.09.2017

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